Orchesterchronik

Orchesterchronik

1945 gründen Dr. Robert Pessenlehner und Dr. Erdmann Werner Böhme unter dem Namen PHILHARMONISCHES ORCHESTER LÜNEBURG ein Kulturorchester in Lüneburg

 

28.10.1945 erstes Konzert des Philharmonischen Orchesters Lüneburg, das bis 1957 bestand; Übernahme einiger Musiker in das Orchester des Theaters

 

1946 Neugründung der Lüneburger Bühne unter dem Rat der Stadt

 

1947 Einstellung eines Salonorchesters (11 Musiker: Flöte, Klarinette, Trompete, Posaune, 3 Violinen, Cello, Kontrabass, Schlagzeug und Klavier)

 

5.4.1947 Wiedereröffnung des Theaters mit dem musikalischen Lustspiel DIE FRAU OHNE KUSS von Walter Kollo

 

1947/48 Verstärkung des Orchesters und Einrichtung einer Dirigentenposition für "Gesangsoperetten" Etablierung als Zweispartentheater

 

1948/49 Etablierung eines Theaterchores aus einem bis dahin lose zusammengefügten, bei Bedarf eingesetzten Laienchor; in derselben Spielzeit Aufbau einer Tanzgruppe

 

1950 Verkürzung der Spielzeit, Verkleinerung des Ensembles und des Orchesters, Allgemeinkündigung des Theatervertrages durch den Rat der Stadt und Neuorganisation des Theaterbetriebs unter Intendant Willie Schmitt

 

ab 1951 bis 1974 nur noch achtmonatige Spielzeit, die Musiker sind in den Sommermonaten arbeitslos

1960 drohende Fusion mit der Landesbühne Niedersachsen-Mitte, einer reinen Sprechbühne

 

1960 Umbau des „Globe-Cinema” für die Lüneburger Bühne

 

1.10.1961 Matinee, festliche Einweihung des neuen Stadttheaters mit dem Niedersächsischen Symphonie-Orchester aus Hannover 1961 sehr erfolgreiche „Märchenspiele” mit Ballett und vollem Orchester, Musik von Hünke von Podewills

 

1962 erste Oper: DIE VERKAUFTE BRAUT von Friedrich Smetana, das Orchester ist durch den Musikkorps der Bundeswehr verstärkt, es folgen

 

1963 die Opern DER WAFFENSCHMIED von Albert Lortzing und 1964 FRA DIAYOLO von Daniel- Frangois-Esprit Auber

 

31.3.1964 Umbenennung in Stadttheater Lüneburg

 

1964-67 Kurmusik des Orchesters in der Sommerpause, 1968 in 7-Mann-Besetzung

 

1965 Albert Lortzings ZAR UND ZIMMERMANN mit Verstärkung durch 10 Staatsopernmusiker zur Aushilfe aus Hamburg (woraus eine Kooperation folgte, die wenige Jahre andauerte)

 

1968 Partnerschaft mit Harburg, Operetten-Gastspiele

 

1971/72 erstes Musical: KISS ME, KATE von Cole Porter

 

9.1.1977 Gründung des „Förderkreises“ (später „Freundeskreis”) für das Stadttheater, u. a. zur finanziellen Unterstützung für das Engagement von Gästen und Orchestermitgliedern

 

9.2.1980 PETER UND DER WOLF von Sergej Prokofieff - erstes Kinder- und Jugendkonzert des Orchesters des Stadttheaters Lüneburg unter der Leitung von Klaus Straube

 

1980 DER LIEBESTRANK von Gaetano Donizetti mit Ergänzungen aus der Original- Partitur, die sog. „Lüneburger Bearbeitung“ von Klaus Straube; Orchesterverstärkung mit 7 zusätzlichen, vom Freundeskreis finanzierten Musikern

 

1981/82 Feiern zum 150-jährigen Bestehen des Lüneburger Theaters (die Theatergeschichte reicht bis 1513 zurück)

 

1981 konzertante Aufführung der Oper DIE BEIDEN SCHÜTZEN von Albert Lortzing anlässlich seines 180. Geburtstags und seines Auftretens in Lüneburg im Jahr 1850

 

1982 Etablierung des Kinder- und Jugendtheaters; ehrenamtliche Inszenierung der Kinderoper KLIMKA, DER MEISTERDIEB mit Kinder-Darstellern aus Lüneburg; RITTER BLAUBART wird in der alten Oper Frankfurt aufgeführt.

 

1982/83 starke Sparmaßnahmen

 

1983 RIGOLETTO von Giuseppe Verdi mit Verstärkung, finanziert durch den Freundeskreis; Ballett DER FEUERVOGEL von Igor Strawinsky

 

1985 Thomas Beyer, neuer Intendant, kündigt mit Oberstadtdirektor Dr. Reiner Faulhaber (Mitbegründer des Fördervereins) an, dass sie „zu einer 10 Monate laufenden Spielzeit” kommen wollen

 

1985/1986 unter Leitung von Heinz Klaus vier Matineen, ein Konzert und ein Neujahrskonzert

 

1986 Kooperationsvereinbarung zwischen Theater und Hochschule Lüneburg mit einer Arbeitsgruppe Theaterdidaktik; unter Partizipation von Kindergärten, Schulen, Volkshochschule, Jugendzentren und psychiatrischen Einrichtungen

 

ab 1986/87 eigene Orchesterkonzertreihe

 

1987 das Orchester erhält den Status eines „Kulturorchesters” - die Mitglieder erhalten einen Haustarifvertrag (bis dahin Zeitverträge mit Wiedereinstellungszusage) und eine Altersabsicherung durch die Bayerische Versorgungskammer

 

ab 1990 ganzjährige Spielzeit

 

1990 deutsche Erstaufführung des Musicals METROPOLIS von Joseph Brocks nach Kauf der Rechte; bundesweite Werbeaktion unter dem Motto EINE STADT KAUFT SICH EIN MUSICAL mit überregionalem Echo

 

13.9.1991 Erstes Konzert unter Michael Dixon mit Wagner, Wolf und Milhaud im Programm

 

2.2.1994 Besuch des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder auf Einladung des Intendanten Aust und Lüneburger Politikern zur Generierung von Geldern für die Sanierung des Theatergebäudes, Zusage der Staatskanzlei im März

 

1994 Volker Schmidt-Gertenbach, Musikbeauftragter der Stadt Lüneburg, nimmt das Orchester in die Meisterkonzert-Reihe auf: Michael Dixon wird für seine Leitung und die Entwicklung des Orchesters vom Landkreis mit dem „Kulturpreis“ ausgezeichnet

 

1995 Überlegungen zur Entlassung des kompletten Orchesters während der Umbauzeit werden von Intendant Jan Aust und Reiner Faulhaber abgewehrt.

 

1995/96 Umbau des Theaters, Erweiterung und Orchesterprobenräume; unter großem logistischen Aufwand Spielzeit im Theaterzeit auf den Sülzwiesen, Eröffnung mit DAS FEUERWERK von Paul Burkhard; die bis dahin umfangreichste Produktion mit 150 Darstellern (u.a. verdoppelte Orchesterstärke) findet im Zelt statt: ein zweiteiliger Ballettabend von Ingrid Burmeister zur Musik von Carl Orffs CARMINA BURANA; erneute Probleme mit der Restfinanzierung des Umbaus — drohende Spartenschließung

 

1996 Aufführung von Arthur Honeggers Mysterienspiel KÖNIG DAVID in der St. Michaeliskirche

 

26.10.1996 Wiedereröffnung des sanierten Theaters mit einem Konzert des Theaterorchesters und einer abendlicher Premieren-Gala

 

1997/98 Einführung eines beim Publikum erfolgreichen neuen Konzeptes unter Musikdirektor Wolfgang Balzer, das die Moderation von Konzerten beinhaltete

 

1999 Umbenennung des Theaterorchesters in „Lüneburger Sinfoniker” unter Musikdirektor Urs-Michael Theus, mehr Konzerttätigkeit mit der Reihe „Neue Meisterkonzerte”: je drei Gastkonzerte und drei Konzerte der Lüneburger Sinfoniker

 

1999/00 Etablierung einer kleinen Kammermusikreihe im Orchesterprobenraum mit wechselnden Formationen aus dem Orchester

 

2003 Ballett UNDINE mit Musik von Hans Werner Henze

 

2006/07 Igor Strawinskys Oper THE RAKE’S PROGRESS

 

2013 Schreibweise „Lüneburger Symphoniker“; zunehmende Etablierung des Orchesters als fester Bestandteil der norddeutschen Orchesterlandschaft; erstes Weihnachtskonzert, mehr Konzerttätigkeit mit Familien- und Kammerkonzerten

 

ab 2013/2014 unter dem neuen Musikdirektor Thomas Dorsch Einführung der Konzertreihe „Die Norddeutsche Kammerakademie” mit historischer Aufführungspraxis, verstärkt Auftritte im gesamten norddeutschen Raum

 

ab 2018 die Lüneburger Symphoniker werden durch die Initiative „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland” gefördert


Musikalische Leiter

 

Erste Kapellmeister

 

1946/47           Thorsten von Podewils

1948/49          Heinz Gottwaldt

1949-1955      Bernhard Kliemchen

1955/1956       Hans Mayer

1956-1958      Peter Schulz

1958-1961       Siegbert Moas

1961-1963       Ulrich Hollmann

1964/65          Gottfried Stein

1965/66          Rolf Sahm

1966-1968      Albert Limbach

1967-1973        Pater Klier

1972-1975        Ernst Barthel

 

 

Musikdirektoren

 

1975-1979        Norbert Heinel

1979-1985       Klaus Straube

1985-1991       Heinz Klaus

1991-1996       Michael Dixon

1996-2001      Sierd Quarré

1996-1998      Wolfgang Balzer

 

 

Generalmusikdirektoren

 

1998-2013      Urs-Michael Theus

2013-2024     Thomas Dorsch

ab 2024         Gaudens Bieri

 

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